Mittwoch, 5. August 2009

YES WE CAN



Ich muss mir auf den letzten Strassenkilometern immer wieder die Augen reiben, wenn ich die Hinweisschilder betrachte, die ueber die Entfernung nach Nakuru informieren. „Sind es jetzt wirklich nur noch so wenig?“ frage ich mich voller Spannung. Mein Adrenalin, so glaube ich, muss mir gleich aus den Ohren spritzen. Da erblicke ich in der Ferne die ersten Haeuserdaecher. Wir rollen auf das Gelaende des Heimes zu. Ein Polizeimotorrad mit Sirene und Blaulicht schuetzt uns vor dem starken Verkehr. Dann biegen wir ein in einen Schotterweg, noch 300 Meter und wir sind angekommen. „Was ist das?“ Mir schiessen die Traenen in die Augen. Ich bin wie vom Donner geruehrt. Ueber 250 Gaeste aus der Nachbarschaft sind gekommen und singen, tanzen, applaudieren. Ich bin sprachlos. Ich verbringe den bewegenden letzten Expeditions-Tag auf dem Grundstueck des Malaika-Centers. Eins unserer Waisenkinder, das ich heute fuer lange Zeit auf dem Arm trage, ist HIV-positiv. Es ist das einzige unter all den Kindern, dessen Test nicht gut ausfiel. In all dem Trubel des Tages habe ich nochmal ganz deutlich durch sein Herzpochen und Laecheln gespuert, warum ich das alles begonnen habe.
Wir haben die Tour geschafft, Wahnsinn! Heute bin ich ein sehr sehr gluecklicher Mensch!

(- verfasst von Geert)

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