Eine schoene Woche Lilongwe liegt hinter uns. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt, gut gegessen, Matratzen zum Liegen bekommen, bei unseren Gastgebern gab es taeglich Dusche...ein willkommener Genuss!
Wir sind auf dem Weg zum Malawi-See. Ziel: die Stadt Dedza, an der Grenze zu Mosambique gelegen. Nach 75 Kilometern, kurz vor Dedza, verspuere ich urploetzlich einen Schmerz im Knie. Ist das Knie etwa durch die ad-hoc Belastung (es geht gerade kontinuierlich bergauf) ueberlastet?
Wir wollen unbedingt Dedza erreichen, um morgen frueh - im schoenen Morgenlicht - eine steile Abfahrt hinunter in Richtung See geniessen zu koennen. Ein Truckfahrer stoppt auf mein Zeichen und nimmt mich bis Dedza mit. Dort reicht er mir meine vielen Gepackstuecke inkl. Fahrrad von der Ladeflaeche und ich montiere die Einzelteile zusammen, wahrend ich auch zusehen muss, dass betrunkene Passanten meine Habseligkeiten in Ruhe lassen. Der Truckfahrer indes will seinen Truck nochmal ordentlich parken, denn - so halb auf der Strasse stehend - ist das Fahrzeug ein Aergernis fuer die vielen Autofahrer. Doch er braust einfach davon, wohl wissend, dass mein Rucksack noch in der Fahrerkabine liegt! Im Rucksack: mein Reisepass!
Alarm, Polizei, Grenzkontrolle: der Typ ist schon in Mosambique.
Ich bin nun wieder in Lilongwe. Die Botschaft und Polizei ist eingeschaltet. "Wir finden ihn!" sind sich hier alle bei der Botschaft sicher. Einen neuen Pass habe ich bereits - doch mein dickes vollgeschriebenes Tagebuch kann mir niemand ersetzen.
Immanuel ist vorausgefahren und geniesst die schoenen Tauchreviere in Cape Mclear.
(verfasst von Geert)
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