Samstag, 13. Juni 2009

Diesseits von Afrika





Seit Sambia befinden wir uns in einem "anderen" Afrika. Waehrend wir uns mit hunderten von Radfahrern die Strasse teilen, ist das Bild gepraegt von kleinen Marktstaenden, Lehmhuetten und schreienden, uns hinterher laufenden Kindern. Die Kleinen (und auch alle anderen) rufen uns unentwegt, auf ihre ganz eigene Weise "How are you?" zu und heissen uns auf ihre Art willkommen. Manchmal sehnt man sich nach ein wenig Ruhe, doch gleichzeitig freut man sich ueber das Interesse und die Neugierde. Denn oft wissen sie nur, dass dies der 1. Schritt zur Kontaktaufnahme und des Willkommen heissens ist. So reagieren die Kinder meist nicht auf unsere Antwort, sondern fahren ungebremst fort, uns zu fragen, wie es geht.
Auch hoeren wir unentwegt "Muzungu, Muzungu..." - das Wort fuer Weisse - an den immer lebhaften Strassen.
An den Staenden, die es ueberall entlang der Strasse gibt, werden Fruechte wie Bananen und Orangen, Erdnuesse und die verschiedensten Arten von Gemuese oder Gebaeckstuecke zu einem Spottpreis angeboten. Natuerlich verfuehrt uns das zum Probieren und zu meiner Freude muessen wir so gut wie nichts mehr aus Supermaerkten kaufen (die immer teurer werden und die es immer seltener gibt).
Bei jedem Stop sind wir eine grosse Attraktion und eine Kinder- oder Menschenmenge begutachtet uns neugierig, bis der Mutigste anfaengt uns mit Fragen zu ueberhaeufen - und bald schon setzten auch die anderen ein. Oft werden wir, vor allen von den Kindern um Geld, Stifte, Suesses etc gefragt ("Give me my sweets!") - Jedoch bezweifele ich oft, dass wirklich etwas erwartet wird. Zugleich helfen die Kleinen uns gerne und selbstverstaendlich Trinkwasser aus den Gemeindebrunnen zu pumpen.
Unentwegt haben wir Kontakt mit den Einheimischen und so koennen wir nicht mehr einsame Schlafplaetze suchen, sondern muessen uns arrrangieren. Wir uebernachten in Schulen, Absteigen oder bei oertlichen Stammes-Chiefs.
Wir erleben immer mehr ein Afrika jenseits der Touristenpfade - sehr schwer zu beschreiben, man muss es erleben!

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen