Samstag, 30. Mai 2009

Vom kuehlen Nass in Sambia



"Und hier soll vor einigen Jahren alles trocken gewesen sein?" Wir staunen und glauben diese Information einer Einheimischen einfach nicht. "Doch, hier kam kein Troepfchen an den Felsen runter!" Die Dame nickt selbstsicher. "Das kommt ab und an in der Trockenzeit vor!" Unglaeubig starren wir auf das gigantische Naturschauspiel gegenueber: wir sind an den Victoria-Wasserfaellen in Livinsgtone angekommen. In 20 Meter Entfernung rauschen in einer ohrenbetaeubenden Lautstaerke Wassermassen hinab. Die einheimischen Kololo nennen den Wasserfall Mosi-oa-Tunya = „Donnernder Rauch“. Der Name stammt vom Sprühnebel, der bis zu 300 m aufsteigt. Wir konnten ihn bei der Anfahrt schon aus 20 km Entfernung sehen. Der Nebel entsteht, weil die Wassermassen des Sambesi sich auf einer Breite von 1708 m über eine 110 m abfallende Felswand ergießen. Damit sind die Viktoriafälle der breiteste einheitlich herabstürzende Wasserfall der Erde. Und wir duerfen ihn bestaunen! Ein Spaziergang fuehrt dann in die unmittelbare Naehe der Faelle: bis auf die Unterhose werden wir mit Flusswasser nassgespritzt!
Und abends goennen wir uns ein anderes kuehles Nass: ein Bierchen, das "Mosi" heisst, also den einheimischen Kurznamen des Wasserfalls traegt.
Auch in Livingstone nutzen wir unsere Zeit, um bei einem Besuch in einem Waisenhaus mehr ueber die Situation der Aidswaisen in Sambia zu lernen.

(verfasst von Geert)

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen